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Rechnen statt raten - die Autokosten im Blick behalten

Mein Auto ist nicht teuer, es verbraucht nur acht Liter Diesel auf 100 Kilometer! Solche oder ähnliche Aussagen haben wir alle schon gehört oder sogar selbst verkündet. Diese Art der Selbsttäuschung resultiert aus der Tatsache, dass wir zwar regelmäßig die Börse zücken, um die Tankrechnung zu begleichen, Kostenfaktoren wie Steuer und Versicherung, die einmalig vom Konto abgebucht werden, jedoch leicht aus dem kalkulatorischen Blickfeld verdrängen. Ganz zu schweigen vom Wertverlust, dem ein Fahrzeug über die Jahre i zwangsläufig unterliegt, und der erst I beim Verkauf des Wagens offenkundig wird.

Für all jene, die genauer Bescheid wissen wollen, haben wir auf den hinteren Umschlag-Innenseiten dieses Ratgebers einen Kostenrechner zum Selbstausfüllen zusammengestellt. Er bietet Ihnen die Möglichkeit, Fix- und Betriebskosten aufzulisten, Finanzierungs- oder Leasingmodelle einander gegenüberzustellen. Ermitteln Sie schnell und einfach, wie viel Sie monatlich für welches Auto aufwenden müssen.

In der Rubrik „Grundkosten" tragen Sie die Beträge für Versicherungen und Kfz-Steuer ein, die anhand von jeweiliger Typklasseneinstufung, Hubraum und Schadstoffklasse festgelegt sind. Das Internet bietet hierfür gute Recherchemöglichkeiten.

Die Kosten für Wartung und Pflege sind nicht leicht zu prognostizieren. Erkundigen Sie sich, wie viel für Inspektionen durchschnittlich zu veranschlagen ist. Kalkulieren Sie - vor allem bei älteren Gebrauchtwagen - zusätzliche Kosten für unerwartete Reparaturen mit ein. Was kostet ein Satz neuer Reifen, und wie viele Jahre können Sie damit sicher unterwegs sein?

Bei der Schätzung des Wertverlustes wird Ihnen unten stehende Grafik helfen. Gene-rell gilt: je höher die Jahresfahrleistung, desto höher der Wertverlust. Analysen zeigen, dass SUV/Geländewagen, Cabrios und Vans über die Jahre weniger an Wert verlieren als Exoten oder Modelle der Luxusklasse. Wer finanziert oder least, notiert statt dessen die Prognostizierte Restwerte in Abhängigkeit der Jahresfahrleistung

Für die Kraftstoffkosten sind Durchschnittsverbrauch, Spritpreise sowie die Jahresfahrleistung maßgebend. Tragen Sie auch hier die entsprechenden Werte ein.

Mit diesen Daten lässt sich die Gesamtkosten-Rechnung erstellen. Übertragen Sie abschließend die jeweiligen Jahressummen für Grund-, Kraftstoff-, Wartungs- und Pflegekosten sowie Wertverlust oder Fahrzeugfinanzierung, respektive die Leasingraten in die Aufstellung der Gesamtkosten. Die Addition ergibt die Jahres-Gesamtkosten, geteilt durch zwölf erhalten Sie die monatlichen Gesamtkosten.

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